Was den Einspänner zum Einspänner macht

Kaum ein Wiener kennt den Begriff „Einspänner“ nicht. Spätestens beim Besuch eines traditionellen Wiener Kaffeehauses kommt einem dieses Wort zu Ohren. Doch was verbirgt sich hinter diesem Namen?

Die Geschichte dahinter … oder was ein wirklicher Wiener Einspänner ist

Nach dem Ersten Weltkrieg waren in Wien harte Zeiten angebrochen. Die Kutscher fuhren nur noch mit einem Pferd, da das sonst übliche zweite Zugpferd als Nahrungsmittel verarbeitet wurde. Wenn die Fiaker schließlich bei einem Kaffeehaus kurz Halt machten, musste es schnell gehen. Deshalb wurde ein Kaffee mit Schlagobers bestellt. Das Zugeben von Schlagobers sorgt dafür, dass der Kaffee schneller kalt und rascher getrunken wurde. Diese Eigenschaft kam den Kutschern gelegen und sie machten das Getränk schnell populär. Den Namen bekam der Kaffee schließlich vom Gefährt des Fiakers mit einem Pferd: Ein Einspänner eben.

Der Einspänner – ein Entertainer

Der Einspänner ist jedoch nicht nur ein schnell genießbarer Kaffee im Glas, er bietet außerdem das ideale Basiskonzept für einen Kaffeecocktail. Besonders berühmt ist in Wien der Einspänner mit Rum. Dabei kommt auch der Kutscher auf seine Kosten. Dieser darf nämlich als Namensgeber dienen: Es handelt sich dabei nun um einen Fiaker.

Der heutige Genuss

Zwar ist vielen Menschen die tatsächliche Bedeutung und Begriffsdefinition des Einspänners nicht mehr bekannt, doch gerade die reiche Geschichte mancher Getränke prägt das Wiener Kaffeehaus und macht es auch heute noch so besonders. Auch wenn die Meinungen über seine ursprüngliche Funktion auseinandergehen, eines hat sich nicht verändert: Der Einspänner ist ein wahrer Kaffeegenuss.

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